Durchblutung unterstützen, Regulation anstoßen. Mit fein dosiertem Sauerstoff direkt in die Vene.
Kalte Hände und Füße, obwohl der Raum warm ist. Eine Erschöpfung, die sich durch den Tag zieht. Eine Entzündungsneigung, die immer wiederkommt. Hinter solchen Beschwerden steht oft dieselbe Frage: Kommt in den feinsten Blutgefäßen, der sogenannten Mikrozirkulation, noch genug an? Genau hier setzt die Oxyvenierung an. In meiner Praxis in Stuttgart-Vaihingen biete ich sie als ergänzenden Baustein an, eingebettet in eine sorgfältige Diagnostik.
Was die Oxyvenierung ist
Die Oxyvenierung ist eine intravenöse Sauerstofftherapie, die in den 1950er-Jahren von Dr. H. S. Regelsberger entwickelt wurde. Über eine sehr feine Kanüle werden geringe Mengen medizinisch reinen Sauerstoffs, etwa 1 bis 2 ml pro Minute, langsam und computergesteuert in die Vene eingebracht. Es geht dabei nicht um eine Sauerstoffinhalation über eine Maske und auch nicht darum, den Sauerstoffgehalt des Blutes zu erhöhen. Die feinen Bläschen lösen vielmehr im Gefäßsystem eine Reihe von Reaktionen aus, die sich nutzen lassen.
Was die Oxyvenierung im Körper anstößt
Der eigentliche Effekt entsteht nicht durch den Sauerstoff selbst, sondern durch das, was er auslösen kann. Zwei Wirkwege stehen im Zentrum.
Prostacyclin, der körpereigene Gefäßöffner. Erreichen die feinen Bläschen das Lungenendothel, kann dort vermehrt Prostacyclin gebildet werden, einer der stärksten gefäßerweiternden Botenstoffe des Körpers. Untersuchungen am Institut für Klinische Pharmakologie der Medizinischen Hochschule Hannover beschreiben einen deutlichen Anstieg dieser Bildung. Prostacyclin wird eine bessere Durchblutung bis in die Kapillaren, eine geringere Verklebung der Blutplättchen und ein entzündungshemmender Einfluss zugeschrieben.
Eosinophilie, eine gezielte Immunantwort. Die Bläschen werden vom Immunsystem als fremd erkannt. In der Folge steigen die eosinophilen Granulozyten, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Diesen wird zugeschrieben, über die 15-Lipoxygenase die Bildung entzündungsfördernder Leukotriene zu bremsen. Diese antientzündliche Spur wird auch in Arbeiten aus der Charité Berlin beschrieben.
Beides folgt dem Prinzip der Hormesis: Ein kleiner, genau dosierter Reiz kann die körpereigenen Schutz- und Reparatursysteme anregen, wo eine hohe Dosis schaden würde.
Wann die Oxyvenierung infrage kommt
Aus diesen beiden Ansatzpunkten, Durchblutung und Entzündungsregulation, ergeben sich die Bereiche, in denen ich das Verfahren begleitend einsetze: bei durchblutungsbezogenen Beschwerden wie kalten Extremitäten oder einem Schweregefühl in den Beinen, bei wiederkehrender Entzündungs- und Infektneigung sowie bei Erschöpfung und verzögerter Regeneration. Die Oxyvenierung steht dabei nicht für sich allein. Sie fügt sich in Ihren individuellen Plan ein und lässt sich mit Labordiagnostik, Ernährung und weiteren Bausteinen verbinden.
So läuft die Behandlung bei mir ab
Erst der Befund. Vor dem Start steht ein ausführliches Gespräch über Ihre Beschwerden, Diagnosen und Medikamente. Ein Blutbild mit Differenzierung der weißen Blutkörperchen liefert den Ausgangswert. Kein Therapiestart ohne individuelle Einschätzung. Dann die Sitzung. Sie liegen entspannt, über eine feine Kanüle in der Armvene wird der Sauerstoff langsam und ansteigend dosiert. Die Sauerstoffzufuhr dauert je nach Menge etwa 5 bis 30 Minuten, danach ruhen Sie rund 20 Minuten nach. Eine erste Serie umfasst meist 10 bis 20 Sitzungen, zwei bis fünf Mal pro Woche. Und die Verlaufskontrolle. Während der Serie kontrolliere ich Ihre eosinophilen Granulozyten im Blutbild als objektiven Marker und halte Ihre subjektiven Fortschritte fest. Messbare Steuerung statt Behandlung nach Gefühl.
Preise und Termin
Einzelsitzung: 59,50 Euro. Den voraussichtlichen Serienumfang bespreche ich vorab mit Ihnen, damit Sie Planungssicherheit haben.
Häufige Fragen
Ist die Oxyvenierung schmerzhaft?
Spürbar ist im Wesentlichen der Einstich der feinen Kanüle, vergleichbar mit einer Blutabnahme. Während der Sauerstoffzufuhr berichten viele von einem angenehmen Wärmegefühl, das auf eine verbesserte Durchblutung hindeuten kann.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Gelegentlich treten ein leichter Hustenreiz, ein Druckgefühl hinter dem Brustbein oder etwas Müdigkeit auf. Diese Reaktionen klingen in der Regel rasch ab und lassen sich über die Dosierung steuern.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Eine erste Serie umfasst üblicherweise 10 bis 20 Sitzungen über mehrere Wochen. Der genaue Umfang hängt von Ihrer Situation ab und wird vorab besprochen.
Darf ich während der Therapie Schmerzmittel nehmen?
Entzündungshemmer wie Ibuprofen oder Diclofenac können den zentralen Wirkmechanismus abschwächen und sollten während der Serie möglichst gemieden werden. Geeignete Alternativen besprechen wir gemeinsam. Auch auf Nikotin sollten Sie in dieser Zeit verzichten.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Oxyvenierung ist eine Selbstzahlerleistung. Private Versicherungen und Zusatztarife erstatten je nach Vertrag, gesetzliche Kassen in der Regel nicht.
Kontakt aufnehmen
So erreichen Sie mich
- Kaltentaler Straße 15, 70563 Stuttgart
- 0711 / 22 09 58 30
- info@heilpraktikerin-klein.de
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